Abteilung Arbeit & Lernen

ARBEIT UND LERNEN - diese beiden Begriffe bilden den inhaltlichen Rahmen der gleichnamigen Abteilung, die aus den Abteilungen "Beschäftigung & Qualifizierung" und "Landschaft & Bau" entstanden ist. Was im Englischen mit der Bezeichnung "Good Practice" und in der französischen Sprache als "Savoir Faire" beschrieben wird, ist der gemeinsame Nenner, der alle Aktivitäten der Abteilung umfasst: fachpraktische Angebote aus den Themen "Pflege des regionalen Kultur- und Naturerbes und der heimischen Kulturlandschaft", "Aufwertung von Frei-, Lern- und Spielräumen", "Förderung des regionalen Tourismus und der Naherholung", "Kultur und Kreativität", "soziale und bürgerschaftliche Hilfen für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen, wie MigrantInnen und Senioren" Diese fachlichen Aktivitäten sind eng verzahnt mit der Qualifizierung und Integration von benachteiligten Jugendlichen sowie jungen und älteren Erwachsenen auf dem Arbeitsmarkt.

Arbeitsgelegenheiten (AGH)

Arbeitsmarktpolitische Grundlage sind Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (Zusatzjobs nach § 16, Abs. 3, Satz 2, SGBII) , wobei der Qualifizierungsanteil je nach Art und Zielgruppe der Maßnahme bei 20-50% liegt, sowie Maßnahmen im Rahmen der Bürgerarbeit.

 

Es gibt zwei Möglichkeiten der Umsetzung: Zum einen werden Arbeitsgelegenheiten als reine Beschäftigungsmaßnahmen mit intensiver sozialpädagogischer Begleitung (Case Management) durchgeführt. Zum anderen werden die Arbeitsgelegenheiten mit Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III) verknüpft.

 

Die Aktivierungsmaßnahme als Qualifizierung beinhaltet (in unterschiedlicher Gewichtung je nach Projekt) eine Situationsanalyse bzw. Eignungsfeststellung, die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten aus dem jeweils fachlich/berufsspezifischen Spektrum sowie dem allgemeinbildenden Bereich. Zu diesem zählen vor allem Kulturtechniken, lebenspraktische Fertigkeiten und die Verbesserung der bildungsmäßigen Voraussetzungen.

 

Bewerbungs- und Kommunikationstraining sowie eine sozialpädagogische Begleitung runden die einzelnen Projekte individuell ab.

Trotz der unterschiedlichen fachlichen bzw. inhaltlichen Zielsetzungen und praktischen Arbeitsfeldern ergeben sich eine Vielzahl von Synergien in der Projektabwicklung. Diese entstehen durch die Übereinstimmung der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente und den sich daraus ergebenden (Dokumentations-) Pflichten und Qualitätsstandards gegenüber der Arbeitsverwaltung und den Kofinanzierungsquellen, weiterhin durch übereinstimmende Inhalte der lebensfeldbezogenen Qualifizierungsinhalte, sowie bei der Zusammenarbeit mit Beratungsstellen und kommunalen Fachbehörden. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit eines umfassenden Erfahrungs-, Informations- und Wissenstransfers in der Abteilung. Der Betrieb unterstützt diese Synergien und Transfers durch eine Förderung nachhaltiger Kommunikationsstrukturen: regelmäßige Besprechungen der Projekt-Teams, der Projektverantwortlichen und der Mitarbeiterinnen der Gesamtabteilung, sowie durch berufsbezogene Zusammenkünfte und Fortbildungen (Fachanleiter, Sozialpädagogen, Stützlehrer).

Die Abteilung 'Arbeit und Lernen' verfügt über umfangreiche Erfahrung in der eigenen Planung und Durchführung von Maßnahmen auf europäischer Ebene und in der Mitwirkung an europäischen Projekten. Hierzu zählen u.a. Projekte im Rahmen von "LEONARDO DA VINCI", "URBAN", "INTERREG"

Standort "Jean Porhiel Haus"

Der Standort wurde am Donnerstag, den 10. Februar 2000 im Rahmen einer offiziellen Feier durch Oberbürgermeister Hajo Hoffmann in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus dem öffentlichen Leben aber auch mit Freunden und Weggefährten Porhiels in "Jean Porhiel Haus" benannt.

 

Das ZBB (vormals AZB) und Stadt Saarbrücken entsprachen mit dieser Namengebung einem immer wieder durch Saarbrücker Bürger, Vereine und Partner geäußerten Wunsch nach einer entsprechenden Würdigung im öffentlichen Raum.

 

Das nach ihm benannte Haus bietet viele Nutzungsmöglichkeiten: neben der seit vielen Jahren betriebenen Ausbildung und Qualifizierung werden auch Kurse, Lehrgänge und Seminare für die Öffentlichkeit angeboten.

 

Jean Porhiel

Gewürdigt werden sollte durch diese Namengebung auch der langjährige unermüdliche Einsatz Porhiels für einen intensiven Schüler- und Jugendaustausch zwischen Saarbrücken und Nantes. M. Jean Porhiel (*09.07.1907 +22.02.1991) war Ehrenbürger der Landeshauptstadt Saarbrücken Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Begründer der Städtepartnerschaft Saarbrücken -Nantes. Jean Porhiel vermittelte Schulpartnerschaften, organisierte Klassenfahrten, setzte sich für den Austausch von Jugendlichen, vor allem von Studenten ein, erteilte Sprachunterricht, half bei der Suche nach Unterkünften usw. Er galt seit Bestehen der Städtepartnerschaft als permanenter Ansprechpartner der Stadtverwaltungen beider Partnerstädte, wenn es um die Vermittlung von Vereinspartnerschaften sowie die Organisation von Festlichkeiten oder Austauschprogrammen ging.

 

Hans-Martin Derow

ABTEILUNGSLEITUNG
Abt.: Arbeit & Lernen

Ziegelstraße 21a
[Jean Porhiel Haus]
D-66113 Saarbrücken
Tel.: 0681 - 94 88 30
Fax: 0681 - 94 88 32 2
E-Mail: hm.derow(at)zbb-saar.de
E-Mail: arbeit-lernen(at)zbb-saar.de
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