Dienstag, 17. Oktober 2017

Teilnahme des Projektes Kausa an interkulturellen Woche

Im Rahmen der interkulturellen Wochen der Landeshauptstadt Saarbrücken startete die KAUSA Servicestelle am 27. September 2017 ihr neues Format – eine Jugendveranstaltung zu jugendrelevanten Themen mit dem Schwerpunkt auf der dualen Ausbildung. Über 100 TeilnehmerInnen fanden sich in den Räumlichkeiten des Stadtteil- und Kulturcafés Breite 63 ein.

Im ersten Programmblock präsentierten Vertreter der Drogenberatung (Helmut Kuntz), dem Paritätischen Bildungswerk (Stephan Wolsdorfer), pro familia (Tobias Rau) und der Verbraucherzentrale (Theresia Weimar-Ehl) ihre diversen Projekte und Leistungen. Dank diesem bunten Strauß an Referenten kamen nicht nur jugendrelevante Themen zur Sprache, sondern gerade für Geflüchtete und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollte dieser Mix aus kulturellen, gesellschaftlichen und gesetzlichen Informationen zu einem prägnanten Wissenszuwachs führen. So wurde über Traumabewältigung durch Drogen- oder sonstigen Missbrauch referiert, die Gründe für gezielte Jungen- und Mädchenarbeit erläutert, die Möglichkeiten der Geschlechterentfaltung in Deutschland aufgezeigt als auch über die Stolperfallen und versteckten Verpflichtungen bei Vertragsabschlüssen gesprochen. Durch ein interaktives Referieren und dem Angebot, bei Bedarf Gespräche mit den Referenten in einer Vier-Augen-Situation fortzuführen, wurde das Publikum unmittelbar angesprochen und ließ sich auf einen gemeinsamen Austausch ein.

 

Dieser setzte sich in der anschließenden Expertenrunde fort: Geladen waren Laura Nomine (Flüchtlingsnetzwerkerin der IHK), Rojin Arslan (Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement beim ZBB), Steffen Sersch (Flüchtlingsnetzwerker der HWK) sowie Tobias Janetscheck (Passgenaue Besetzung der LWK). Noch bevor die Diskussion überhaupt Fahrt aufnahm, wurde eine Szene eines syrischen Theatergespanns vorgeführt, welches sich den Voraussetzungen, Vorteilen und Wichtigkeit der beruflichen Ausbildung widmete. Anschließend stellten sich die geladenen Experten samt ihrer Arbeit vor und beantworteten ausgiebig die Fragen des Publikums. Die rege Teilnahme an der Diskussionsrunde verdeutlichte nicht nur die Relevanz der dualen Ausbildung, sondern auch, dass weiterhin ein großer Informationsbedarf zu diesem Thema besteht.

 

Neben den informativen Teilen des Events sorgten Musiker der Live-Band “Schams“ mit ihren orientalischen Klängen für eine entspannte und rhythmische Atmosphäre – was mit großer Begeisterung nicht nur von den arabischstämmigen Zuhörern quittiert wurde. Am Schluss der Veranstaltung wurde durch ein interaktives Berufe-Quiz der Wissenstand von einigen geladenen Jugendlichen geprüft. Geteilt in zwei Teams beantworteten die Teilnehmer einen bunten Fragenmix über die duale Ausbildung in Deutschland. So wurden nicht nur die angestrebten Gewinne von beiden Gruppen erspielt, auch die Antwortvorschläge führten immer wieder zum Erfahrungsaustausch zwischen den Anwesenden.

 

Die KAUSA Servicestelle Saarbrücken unterstützt Selbstständige, jugendliche Migranten und junge Flüchtlinge sowie ihre Eltern in Ausbildungsfragen. Das Projekt wird im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER plus aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

Weitere Info: Projektseite auf zbb-saar.de (kausa-servicestelle-saarbrücken.de)

oder E-mail an: kausa-servicestelle(at)zbb-saar.de

 

Saarbrücken, 17.10.2017,
Abteilung: Beratung, Information & Vermittlung,

Das Team der KAUSA-Servicestelle Saarbrücken