Eine gemeinnützige Gesellschaft der Landeshauptstadt Saarbrücken
Qualitätstestiert nach LQW-III bis 05.11.2013
Übergabefeier des JUZ Burbach..., Artikel vom 14.05.12 >>
Europässe »Mobilität« .., Artikel vom 02.05.12 >>
Tolle Bilder für AKTIV..., Artikel vom 22.03.12 >>
Eine Erfolgsstory..., Artikel vom 02.03.12 >>
JOBCENTER
im Regionalverband Saarbrücken
Das Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach (vormals Ausbildungszentrum Burbach, AZB) ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) mit Sitz in 66115 Saarbrücken, Ernst-Abbe-Str. 10.
Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatte das Ausbildungsplatzdefizit und die Jugendarbeitslosigkeit im Saarland einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Um Jugendlichen ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz direkt helfen zu können, entwickelte die Landeshauptstadt Saarbrücken ein eigenes »Programm zur Bekämpfung der Berufsnot junger Menschen«. Hauptpunkt hierbei war die Schaffung einer außerbetrieblichen Ausbildungsstätte: das damalige Ausbildungszentrum Burbach gGmbH (AZB).
Am 03.01.1984 fiel der Startschuss; 62 Auszubildende kamen zu ihrer ersten Schicht in die neu eingerichteten Werkstätten und Anlagen auf dem ehemaligen Hüttengelände in Burbach. Die Gebäude und Freiflächen hatte ARBED Saarstahl dem damaligen Ausbildungszentrum Burbach, heute Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach pachtfrei überlassen.
Selbständig wurde das damalige AZB, heute ZBB SAAR, im Oktober 1984, mit Beginn des 2. Ausbildungsjahrganges. Als Ausbildungszentrum Burbach gGmbH wurde das heutige Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach (ZBB SAAR) der Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH (GIU), die seit 1984 das Saarbrücken Innovations- und Technologiezentrum (SITZ) betreibt, angegliedert. Gegenstand des Unternehmens war die Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen. Von Beginn an wurden Projekte für besonders benachteiligte Zielgruppen des Arbeitsmarktes durchgeführt. Dabei wurden überwiegend Jugendliche, die aufgrund ihrer persönlichen oder sozialen Situation auf dem freien Ausbildungs- und Arbeitsmarkt keine Chance hatten, durch entsprechende Stütz- und Fördermaßnahmen integriert.
Nach der vorübergehenden Verlagerung des Hauptstandortes nach »Schroten 1a«, bedingt durch die Sanierungsarbeiten auf dem Gelände der früheren Burbacher Hütte, ist das ZBB SAAR mittlerweile zu seinen Ursprüngen zurückgekehrt. Der Hauptstandort befindet sich in der Ernst-Abbe-Str. auf den »Saarterrassen« in Burbach. Alleinige Gesellschafterin ist seit 2004 die Landeshauptstadt Saarbrücken.
Mittlerweile bietet das ZBB SAAR als modernes Dienstleistungsunternehmen vielfältige berufliche Integrationsmaßnahmen für Personen mit erhöhtem Förderbedarf an und kann auf eine breite Berufs- und Qualifizierungspalette verweisen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in der differenzierten Förderung benachteiligter Zielgruppen.
Das ZBB SAAR führt Maßnahmen durch in den Bereichen Berufsvorbereitung , Ausbildung, berufliche Weiterbildung, Beschäftigung und Qualifizierung sowie Beratung und Vermittlung. In diesen Arbeitsfeldern wird ein möglichst breites Spektrum an Hilfe- und Fördermöglichkeiten für unsere Zielgruppe(n) bereitgehalten. Das geht über niedrigschwellige Beschäftigungs- und Orientierungsangebote bis hin zu qualifizierten Ausbildungs- und Umschulungsmaßnahmen. Durch diese unterschiedlichen Angebote verfügen wir über eine Vielzahl externer Kontakte und Kooperationspartner sowie betriebsintern über ein großes Potential an Qualifizierungs- und Fördermöglichkeiten.
In unseren Werkstätten können differenzierte Qualifizierungsprojekte durchgeführt werden. Für besonders benachteiligte Jugendliche (etwa junge Menschen mit Behinderung) stehen diese Werkstätten auch für erste Praktika mit pädagogisch geschultem Personal zur Verfügung, falls eine Vermittlung in Außenpraktika noch nicht möglich oder sinnvoll erscheint. Die Chancen der unterschiedlichen Teilnehmer/innen auf eine gesellschaftliche Integration sollen erhöht werden durch den Erwerb von fachspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten, von Schul- und Berufsabschlüssen, die Verbesserung der individuellen und sozialen Kompetenzen sowie die Vermittlung in Ausbildung und Beschäftigung.
Entsprechend dem Leitspruch »Bildung für Alle - Zukunft schaffen« steht das ZBB SAAR für Chancengleichheit und Partizipation aller, insbesondere benachteiliger Zielgruppen, an Bildung, Beschäftigung und am gesellschaftlichen Wohlstand.
Durch die Förderung von benachteiligten Zielgruppen werden die individuellen
Voraussetzungen geschaffen, um eine Integration in Arbeitswelt und
Gesellschaft zu ermöglichen und damit die persönliche Lebensqualität unserer
Lernenden zu verbessern. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen die
Menschen, die in unterschiedlicher Art und Weise von den Problemen des
Arbeitsmarktes und ihren Folgen betroffen sind. Wir bieten durch kreative und
innovative Angebote adäquate Hilfsmöglichkeiten an.
Das ZBB SAAR ist sich bewusst, dass langfristig gesehen die
Maßnahmen nur dann Erfolg haben, wenn die Lage der Wirtschaft und
die Bedingungen am Arbeitsmarkt sich so entwickeln, dass weitaus
mehr Arbeitsfähige vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden.
Arbeitsmarktpolitik kann eine auf Vollbeschäftigung ausgerichtete
Wirtschaftspolitik nicht ersetzen.
Insgesamt gesehen hat sich trotz massiver Umwälzungen in der Struktur der
Arbeitslosigkeit die Arbeitsmarktsituation im Vergleich zu den Anfangsjahren
des Unternehmens nicht gebessert, sondern eher verschlechtert. Hinter den
nüchternen Zahlen verbergen sich zerstörte Hoffnungen, verbaute
Lebensperspektiven, Enttäuschungen und Resignation, Einzelschicksale. Hier
sehen wir es als unsere Aufgabe an, adäquate Maßnahmen für die
unterschiedlichen Zielgruppen zu entwickeln, die eine Integration
unterstützen und fördern und in dieser Richtung auch Visionen zu entwickeln.
Integraler Bestandteil aller Maßnahmen sind der Kompetenzansatz und die
Vermittlung von Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Gesellschaft hat seit ihrer Gründung unter Beweis stellen können
, dass sie auf neue Herausforderungen durch angepasste Maßnahmen
und Strategien, häufig auch mit innovativen Modellprojekten, zu
reagieren in der Lage ist. Diese Kompetenz und Innovationsfähigkeit
auch in Zukunft zu erhalten, bleibt eine stetige Herausforderung und
bildungspolitische Aufgabe.
Die Lernenden des ZBB SAAR kommen aus unterschiedlichen Ländern,
haben unterschiedliche religiöse Vorstellungen und kulturelle Hintergründe,
haben unterschiedliche Hautfarben und bringen unterschiedliche persönliche und
soziale Voraussetzungen mit. Daher tritt das ZBB SAAR für demokratische Werte
und Verhaltensweisen sowie für die Akzeptanz des Einzelnen ein und wendet sich
in seinen Maßnahmen gegen fremdenfeindliche, antisemitische, rassistische und
diskriminierende Verhaltensweisen.
Zentrales Arbeitsprinzip ist das Zusammenwirken verschiedener
Berufsgruppen (Sozialpädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Anleiter,
Ausbilder, Verwaltungskräfte) in unserem Betrieb. Dies erfordert
Mitarbeiter/innen, die sich in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten
durch fachliches und pädagogisches Know-how, Flexibilität,
Engagement, Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Verbindlichkeit
und Toleranz auszeichnen.
Im Sinne des Gender-Mainstreaming haben wir damit begonnen, die unterschiedlichen Auswirkungen der einzelnen Angebote auf männliche und weibliche Teilnehmer und deren Bedürfnisse im Sinne einer gleichberechtigten Teilhabe der Geschlechter unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensrealitäten von Männern und Frauen als Querschnittsziel zu berücksichtigen.
Die beruflichen Integrationsmaßnahmen des ZBB SAAR richten sich an Personen mit erhöhtem Förderbedarf.
die berufliche Orientierungsangebote brauchen, die mit unserer Unterstützung den Hauptschulabschluss erwerben und zusätzliche Förderangebote benötigen, um eine Berufsausbildung erfolgreich abschließen zu können oder beruflich integriert zu werden.
denen in ihrem Erwerbsleben aufgrund fehlender Ausbildung, Qualifizierung, ihres Geschlechtes, körperlicher und geistiger Einschränkungen oder ihrer kulturellen Wurzeln die Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben erschwert ist und die neue Chancen und Fördermöglichkeiten benötigen.
d.h. die Agentur für Arbeit, die Saarländische Landesregierung und ihre Behörden, die Landeshauptstadt Saarbrücken und andere Kommunen, der Stadtverband Saarbrücken und andere Landkreise, die Berufsverbände und Betriebe, die zuständigen Berufsschulen, soziale Beratungsstellen, andere Träger. Zur optimalen Förderung unserer Lernenden wird mit diesen Kooperationspartnern eng zusammengearbeitet.
Die Arbeit des ZBB SAAR zielt auf die berufliche und soziale Integration der Lernenden und die Kompensierung individueller und gesellschaftlicher Benachteiligungen durch Beratung, Orientierung, Training, Beschäftigung, Qualifizierung, Ausbildung und Vermittlung.
Vermittelt werden den Teilnehmer/innen daher mit unterschiedlicher Gewichtung und inhaltlicher Ausprägung je nach Maßnahmeart:
Die Chancen der Lernenden auf eine gesellschaftliche Integration werden dabei erhöht durch:
Maßstab des Handelns ist die Zufriedenheit unserer Lernenden sowie
unserer Kooperationspartner unter Aufrechterhaltung der
betrieblichen Leistungsfähigkeit und unserer Identität.
Allgemeines Unternehmensziel ist die weitere Etablierung am Markt. Insbesondere geht es um
eine entsprechende Positionierung im arbeitsmarktpolitischen Bereich, um an den Entwicklungen
bezüglich der Umsetzung des SGB II zu partizipieren.
Ein weiteres Ziel ist es, durch die Mitarbeit in Trägerstrukturen und
Bildungsausschüssen Einfluss zu nehmen auf die Verbesserung der
Rahmenbedingungen beruflicher Integrationsmaßnahmen und die Entwicklung von
Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik.
Das ZBB SAAR verfügt über eine Vielfalt von sozialpädagogischen Methoden und Handlungskompetenzen, pädagogisch fundierten Methoden der Wissensvermittlung im Hinblick auf Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das ZBB SAAR arbeitet zukunftsorientiert und weltanschaulich offen.
Wir besitzen langjährige interregionale und europäische Erfahrungen durch die Teilnahme an
entsprechenden EU-Projekten (INTERREG I + II, URBAN I + II, LEONARDO, INTEGRA, HORIZON, YOUTHSTART,
Europäischer Sozialfonds, EQUAL)
Wir sind innovationsfreudig und kreativ, Flexibilität und
Kontinuität zeichnen uns aus. Wir verfügen über notwendiges betriebswirtschaftliches
Wissen und eine zielgruppenadäquate Infrastruktur. Unser berufliches Handeln unterliegt
regelmäßiger Evaluation und Reflexion.
Das ZBB SAAR bietet vielfältige Dienstleistungen im Bereich der beruflichen Integration:
Wir erstellen dabei für unsere Lernenden individuelle Förder- und Berufswegepläne.
Wir ermöglichen den Lernenden den Zugang zu neuen Kommunikationstechnologien.
Wir vermitteln unsere Lernenden in externe Betriebspraktika.
Wir arbeiten konstruktiv mit unseren Kooperationspartnern in Fördernetzen zusammen.
Das ZBB SAAR führt seit seinem Bestehen Maßnahmen
insbesondere für Personengruppen mit erhöhtem Förderbedarf
durch und kann von daher auf eine langjährige Erfahrung,
ein fundiertes Wissen und vielfältige Kooperationen
verweisen.
DIE ZBB VERFÜGT ÜBER:
Ein gelungenes Lernen beinhaltet, dass die Lernenden eigene Perspektiven entwickeln und allgemeine Kompetenzen für einen konfliktfähigen, zielgerichteten menschlichen Umgang erworben haben.
Oberstes Ziel der beruflichen Integrationsmaßmahmen ist die (Re-) Integration in den allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Hierauf ist der Lernprozess während der gesamten Maßnahmedauer ausgerichtet. Dabei wird neben den kognitiven großer Wert auf die affektiven Lernziele gelegt, die sich in Verhaltenseinstellungen und Persönlichkeitsveränderungen bemerkbar machen. Die Lernprozesse setzen an den vorhandenen Stärken und Fähigkeiten der Lernenden an (Kompetenzansatz) und bevorzugen handlungsorientierte Lernformen.
Die Entwicklung der Lernenden reicht über den Erwerb von beruflichen
Kenntnissen und Fertigkeiten hinaus. Sie bezieht sich auf die gesamte
Persönlichkeit mit ihren persönlichen, sozialen und methodischen
Kompetenzen. Dazu werden ihnen ganzheitlich orientierte Hilfen angeboten.
Neben der Erlangung von formalen Abschlüssen (Berufsabschluss,
Schulabschluss, Teilqualifikationen) geht es um eine dauerhafte
Platzierung in Ausbildung und/oder Arbeit. Über die Vermittlung
formaler Abschlüsse hinaus, wird die Persönlichkeit der Lernenden
stabilisiert, um selbständig ihr Leben gestalten und
organisieren zu können.
Die Lehrenden steuern durch ihre fachlichen, methodischen und pädagogischen
Kompetenzen den Prozess und treiben ihn voran. Unterstützt wird der Lernprozess
durch angemessene Rahmenbedingungen und ein förderndes Lernumfeld.