STAGE

Ein integratives Theaterprojekt

Die Teilnahme am Theaterprojekt STAGE dient der Verbesserung der beruflichen und sozialen Handlungsfähigkeit langzeitarbeitsloser Menschen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden vom Reha-Team des Jobcenters Saarbrücken zugewiesen mit dem Ziel der beruflichen und gesellschaftlichen Integration.

 

Es handelt sich um Personen, die derzeit der komplexen Belastung eines regulären, vollschichtigen Berufslebens nicht gewachsen sind bzw. für die bei gegebenem Arbeitsmarkt aktuell keine Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden können.

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Das Projekt ist ein Beschäftigungsprojekt in Teilzeit (max. 20 Std. / Woche) im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit (AGH) nach § 16d SGB II in Verbindung mit einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE) nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m.§ 45 SGB III.

Als integratives Theaterprojekt entwickeln die Teilnehmer/innen das Stück in eigener Regie.

Mit professioneller Unterstützung gestalten sie die gesamten Abläufe bis hin zur Aufführung. Sie erstellen das Bühnenbild, nähen die Kostüme, sind verantwortlich für die dazugehörende Licht- und Tontechnik, planen die musikalische Begleitung und erstellen Beiträge für die projekteigene Website. Somit wird ein breites Spektrum an handwerklichen, künstlerischen und kaufmännischen Bildungs- bzw. Beschäftigungsinhalten vermittelt. Die selbst erarbeiteten Theatertücke können auch an anderen Orten im gemeinnützigen Rahmen aufgeführt werden.

 

Durch Stage wird ein neuer ganzheitlicher Ansatz der Projektarbeit möglich. Erlebnisorientiertes Arbeiten und Lernen, die Fähigkeit zur Kommunikation, die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und lösungsorientierte Handlungsansätze werden gefördert und trainiert. Stage ermöglicht den Teilnehmenden das experimentelle Betrachten von Handlungsspielräumen, Aktionen und Reaktionen; der Transfer ins alltägliche Leben kann initiiert werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist die sozialpädagogische Betreuung und individuelle Begleitung dieses Prozesses.

 

Informationen zu den Theaterstücken

 

Juni 2019 | ZAPPED

ZAPPED – Ein Theaterstück über das alte Medium Fernsehen

stage 2019 1 zapped 001Am 26.06 fand die Uraufführung des Theaterstückes „Zapped“ in der Breite 63. Vor etwa 80 geladenen Gästen spielten die Teilnehmer/innen des Theaterprojektes STAGE das selbst geschriebene Schauspiel. Zu sehen gab es ein abwechslungsreiches Programm aus Dialogen, Musik und Tanz. Mit viel Witz und Courage hat das STAGE Team einen klassischen Feierabend vor dem heimischen Fernseher nachgestellt, in dem nicht nur Reportagen, Verkaufsshows und Livemusik gezeigt wurden, sondern sogar Gedichte und Nachdenkliches zum Zuge kamen. Aktuelle Themen wie Klimawandel und Flüchtlinge sind humorvoll interpretiert worden.

Sogar bekannte Namen aus der Kunstgeschichte wie Andy Warhol oder Charles Bukowski wurden eindrucksvoll zitiert. Obwohl es sehr heiß an diesem Tag war, merkte man die Lust am Spielen jedem Einzelnen auf der Bühne an. Das Publikum wurde überrascht durch die Vielfalt der Ideen, die der Regieleiter Eugen Georg mit den Teilnehmenden der Maßnahme STAGE auf die Bretter die die Welt bedeuten, brachte.

Ziel der Maßnahme ist es ein eigenständiges Theaterstück unter professioneller Anleitung zu entwickeln und aufzuführen. Die Teilnehmer/innen erstellen das Bühnenbild, nähen die Kostüme und sind verantwortlich für die Licht und Tontechnik. Künstlerische und handwerkliche Bildungsinhalte, die während den wochenlangen Proben einstudiert wurden, kamen an diesem Tag zur Zufriedenheit aller, voll zum Einsatz.

Der oftmals gewährte Szenenapplaus ist ein guter Indikator für die Macher von „Zapped“, dass die einzelnen Pointen und Lacher gut gesetzt waren. Nach der Theatershow gab es die Möglichkeit für alle das Gesehene gemeinsam bei einem leckeren Happen Fingerfood zu besprechen. Einen Tag später wurde das Stück abends, für Bekannte und Verwandte nochmals aufgeführt.