ZAra bei Deutsch-Syrischer Konferenz „Von der Vertreibung zum Wiederaufbau”

Am 14. September 2026 fand in Saarbrücken die deutsch-syrische Konferenz „Von der Vertreibung zum Wiederaufbau“ statt. Eingeladen hatte dazu der noch junge Verein WeiterZusammen e.V.

Ein Zusammenschluss überwiegend syrischer Zugewanderter, die bereits gut in Deutschland integriert sind. Ziel des Vereins ist, basierend auf den eigenen Erfahrungen und durch kluge Kooperationen, neu zugewanderten Menschen kulturoffen Hilfestellung in unterschiedlichen Themenfeldern anzubieten.

Ziel der Veranstaltung war es, deutsche Institutionen, syrische Organisationen, Initiativen und Fachkräfte miteinander zu vernetzen und über die Rolle der syrischen Community in Deutschland beim zukünftigen Aufbau Syriens zu diskutieren.

Im Mittelpunkt standen der Transfer von Wissen, beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen sowie Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen deutschen und syrischen Institutionen. Dabei wurden unter anderem die Themen Anerkennung von Qualifikationen, berufliche Bildung, Hochschulkooperationen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und kommunale Zusammenarbeit behandelt.

Eric Naumann vom Projekt “Zara – Zur Ausbildung raten” referierte über die Bedeutung der beruflichen Bildung und Ausbildung. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Rolle berufliche Ausbildung in einer zukünftigen Bildungsstrategie Syriens spielen könnte. Dabei wurde insbesondere auf das deutsche Modell der Dualen Ausbildung verwiesen, bei dem berufliches Lernen sowohl in Bildungseinrichtungen als auch unmittelbar in Betrieben stattfindet.

Ein stärker strukturiertes System beruflicher Ausbildung könnte dazu beitragen, berufliche Tätigkeiten als qualifizierte und anerkannte Berufe zu etablieren, Fachkräfte gezielt auszubilden und langfristig sowohl das Bildungssystem als auch den Arbeitsmarkt zu stärken.

Im zweiten Teil stellten verschiedene syrische Initiativen konkrete Projekte aus den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, psychosoziale Unterstützung, Arbeitnehmerrechte, Barrierefreiheit, Mobilität und Wasseraufbereitung vor. Sie zeigten beispielhaft, wie in Deutschland erworbene Erfahrungen und entwickelte Lösungen mit zukünftigen Bedarfen in Syrien verbunden werden können.

Ein offener Dialog mit dem Geschäftsträger der syrischen Botschaft bot den Teilnehmenden Gelegenheit, aktuelle Fragen und Vorschläge direkt anzusprechen. Die Konferenz ermöglichte damit einen intensiven fachlichen Austausch und die Vernetzung verschiedener Akteurinnen und Akteure.

 

Das Projekt „ZAra“ wird im Rahmen des Programms „Rat geben – Ja zur Ausbildung“  durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus), sowie über das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie gefördert.